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 Betreff des Beitrags: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Di 25.11.08 20:04 
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Buchkritik: 1984

Autor:
George Orwell: Geboren 1903 als Eric Arthur Blair

Titel:
1984

Genre:
Science Fiction

Inhalt:
London, 1948: Ozeanien ist eine von drei Supermächten, die sich mit Eurasien und Ostasien in einem ständigen Krieg und die alleinige Weltherrschaft bekämpft.
Der fiktive Führer Ozeaniens ist der "Große Bruder" (Big Brother is watching you), der Vorsitzende der einzigen Partei des Landes,
welche einem Staatssystem folgt, das auf totalitärer Überwachung und der Veränderlichkeit der Vergangenheit beruht.
In einem der vier Ministerien von Ozeanien, dem Ministerium für Arbeit arbeitet Winston Smith.
Er ist dafür zuständig, falsch prognostizierte Aussagen der Partei zu fälschen und diese zu berichtigen und um von der Partei getötete Menschen
aus sämtlichen Verzeichnissen und somit auch aus der Erinnerung der Bevölkerung zu löschen.
Winston gibt vor, ein anständiger Bürger zu sein, wie es die Partei von ihm verlangt: Er denkt nicht selbstständig, stellt keine Fragen und zweifelt nicht am Staatsystem.
In Wirklichkeit aber ist er ein Feind der Partei.
Doch Winston weiß nicht, wie weit die Macht der Partei wirklich reicht...

Erscheinungsdatum:
1948

Seitenzahl:
319

Preis:
ca. 10 Euro

Kritik:
Ein Buch wie ein Faustschlag!
Der Roman beschäftigt sich in erster Linie mit politischen Themen wie Diktatur, geschichtlicher Manupulation und Totalitarismus.
Faszinierend ist, wie treffend der Autor einen Zustand beschreibt, der nur kurze Zeit später ähnlich in der DDR auftritt.
George Orwell baut eine pessimistische und düstere Atmosphäre auf, während er dem Leser ständig Angst einflöst, möglicherweise auch Angst davor, in genau einer solchen Situation zu leben.
Es ist frustrierend zu lesen, wie Personen blind, ohne zu denken der Partei folgen, die sie bis ins kleinste Detail kontrolliert, während die Bevölkerung ihr armseliges Dasein fristet.
1948 ist nur ein Zahlenwechsel zu 1984, also in einer nicht fernen Zukunft.
Man wird unmittelbar an die Theorien zur Telefonüberwachung der Gegenwart und auch an den Nationalsozialismus unter Hitler erinnert.

Das Buch ist bedrückend, zeigt bittere Hoffnungslosigkeit und ist doch zugleich immer wieder faszinierend.
Oft stellt man sich die Frage ob die Dystopie, die Orwell erzählt auch in unserer Gesellschaft möglich ist oder schon fixer Bestandteil unseres Lebens ist.
1984 ist ein Muss für jeden Literaturliebhaber und für alle, die die Absichten von Politikern mit einem kritischen Auge sehen.


Lg Benni


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: So 30.11.08 18:25 
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BIG BROTHER IS WATCHING YOU !
Die Meisten werden diesen Slogan schon einmal wo gelesen haben, aber kaum einer weiß wie alt der eigentlich schon ist...

Hab das Buch vor 2-3 Jahren gelesen. Und es steht auf meiner Hitliste immer noch ganz weit oben. Derzeit ist es ja wieder sehr aktuell.
1984 ist längst zu einem Synonym für den Überwachungsstaat geworden.

_________________
sos-überwachung

35 Days Against DRM


† † †
Qx w2E6 |JD6=7 2?5 x (2?E [email protected] s:6Q


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Mo 01.12.08 13:37 
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Das Buch ist unbedingt empfehlenswert, eigentlich für jeden.

Gut (vor allem spannend) geschrieben, und vor allem der Aufbau der drei Staaten und Neusprech sind irrsinnig interessant.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Mo 15.12.08 18:38 
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Das ist echt ein selten geniales Buch!
AUF JEDEN FALL LESENSWERT!


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Do 08.01.09 01:54 
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wenn du das Buch mochtest kann ich dir "unsere kleine Farm" ans herzen legen. Wer weis von wem das ist bekommt ein Sternchen ^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Fr 20.03.09 00:00 
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Hab kürzlich am Flohmarkt folgendes gefunden: Im Innern des Wals

http://www.amazon.de/Im-Innern-Wals-Erzählungen-Essays/dp/325720213X

Eine Sammlung von Erzählungen und Essays von George Orwell. Sicherlich interessant, da die Person George Orwell und seine Schreibgründe lesenswert sind.

_________________
Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Afrikanisches Sprichwort


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Mi 26.01.11 17:59 
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Definitiv ein toller Schriftsteller! In dieser Hinsicht erinnert er mich an Aldous Huxley Brave New World, auch ein tolles Buch. Muss man auch umbedingt gelesen haben!

LG

elhuevokinder


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Do 25.08.16 09:19 
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How interesting! I'm now working on the final touches of my short essay on this topic:) "It was a bright cold day in April, and the clocks were striking thirteen..." Who does not remember the beginning of a well-known masterpiece? You may also discuss this topic with other readers at http://bigpaperwriter.com/blog/george-orwell-1984-essay. Take care!


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Mi 07.12.16 13:08 
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Ich mag das eigentlich nicht, wenn Romane so politisch sind, wie dieser. Ich bin eher für unterhaltende Literatur.


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchkritik: George Orwell's 1984
BeitragVerfasst: Mo 20.02.17 13:02 
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Hat hier jemand 1Q84 von Haruki Murakami gelesen?

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Wenn du lange genug ins Glas blickst,
blickt das Glas auch in dich hinein.


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