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 Betreff des Beitrags: Evolution
BeitragVerfasst: Fr 16.11.12 22:25 
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Ein interessanter Diskurs vor einigen Jahren in einer Vorlesung:

Inwiefern ist die Evolution und im speziellem die des Menschen abgeschlossen?

Der Mensch selber ist ja das Endstück aus dem Tierreich (per se sind wir biologisch gesehen Tiere), die spektakulärste Frage dabei war, gibt es ev. irgendwann einmal Nachfolger von uns?

Wenn ja dann würde das die Hirnentwicklung betreffen, das Gehirn (im Gegensatz) zum Affen wurde nur minimal größer, war wir Menschen genießen ist eine bessere Vernetzung. Aber denken wir an Neandertaler, der heutige Mensch siegte über den Neandertaler oder er vermischte sich, eher weniger glaubhaft wäre die aktive Ausrottung. Die Forschung ist sich da auch noch nicht im Klaren. Fast sicher ist eine Vermischung.

Dennoch der Mensch entwickelt sich mit großer Sicherheit weiter. Stichwort Laktoseunverträglichkeit, -verträglichkeit.

Früher gab es keine Milchwirtschaft, das heißt wir waren alle nicht an Kuhmilch gewohnt sprich wir waren zu Beginn der Menschheit nicht an Laktose gewohnt. In Europa sind wir großteils jetzt an Laktose gewohnt.

Würde man aus Sicht der Evolution sehen, ist es daher gar keine Allergie. oder HIV, es beginnen bereits erste Resistenzen in Afrika.

Diabetes, nimmt zu ähnlich wie bei Laktose nur umgekehrt. Nachwievor haben wir den Status als Jäger und Sammler, nur mit dem Problem des Nahrungsüberangebotes.

Weiters verkürzt sich Pubertät zunehmend (was eigentlich auf den ersten Blick beunruhigend ist), der Mensch hatte ja das Privileg die längst Kindheit zu haben, zu Gunsten einer diffizilen Hirnentwicklung (sprich Lernprozesse)



Was mich persönlich am meisten interessiert ist die direkte Entwicklung des Menschen und seines Gehirns. Von den Religionen her gibt es ja das Dogma, wir sind das Endstück, aber so etwas gab es eigentlich nie...

Daher meine Frage, wie weit gibt es dazu bekannte Forschungsinhalte? Bitte Infos gleich an mich

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Jürgen Habermas


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 Betreff des Beitrags: Re: Evolution
BeitragVerfasst: Sa 17.11.12 03:48 
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Junge,...seit Jahren das gleiche mit dir.

Sich über etwas Gedanken machen, top. Eigene Schlussfolgerungen ziehen, top.
Jeden geistigen Brei unzerkaut und ungeprüft ins Internet stellen, böse.


Kürzere Pubertät?
Woher stammt denn diese Idee? Wenn ich mich umsehe, kann ich nach wie vor die typischen Entwicklungspunkte erkennen die bis in die Mitte der Zwanziger reichen.

Mit der Aussage "zunehmend mehr HIV Resistenzen" wär ich vorsichtig. Eine steigende Anzahl an "resistenten" Personen bei steigender Anzahl an Menschen ist genausowenig verwunderlich wie die Tatsache, dass man so einen Trend über einen Zeitraum von 10 Jahren gar nicht beurteilen könnte. Die Inkubationszeit bei HIV zu AIDS liegt bei über 8 Jahren.

Die Zunahme an Diabetes Erkrankungen in den Industrienationen ist wenig verwunderlich und hat kaum etwas mit Evolution zu tun. Überhaupt haben die Dinge von denen du sprichst nichts mit Evolution zu tun. Durch die Evolution werden keine anderen Merkmale als die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflusst (anders gesagt, die Evolution wird durch die Fortpflanzungsfähigkeit beschrieben), alles andere ist Mutation, mehr oder weniger zufällig. Also durch äußeren Einfluss oder spontan.
Und noch viel wichtiger: Evolutionäre Entwicklungen finden nicht innerhalb eines Jahrhunderts statt, da braucht's schon ein wenig länger.

Doch der eigentliche Grund warum ich darauf unbedingt antworten musste ist die Behauptung mit der Laktoseintoleranz. Nicht nur, dass das kaum etwas mit Evolution zu tun hat (Evolution schert sich nicht um eine Laktoseverträglichkeit des Organismus solange es nicht die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt), sondern deine Argumentation hinkt auch insofern, als dass Kuhmilch nicht als einziges Nahrungsmittel Laktose enthält. D.h. Laktose wurde auch früher schon mehr oder weniger verdaut.
Bei Zahlen wie "75% der erwachsenen Weltbevölkerung sind Laktoseintoleranz" (Wiki stöbern) lässt sich auch kaum damit argumentieren, dass in Europa "fast alle" es nicht wären. Beziehungsweise es ist eine Argumentation die nichts bringt, weil sie rein gar nichts aussagt in Bezug auf Evolution.

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 Betreff des Beitrags: Re: Evolution
BeitragVerfasst: Sa 17.11.12 15:27 
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Nun mal ruhig. Man sollte mit seine Urteilen nicht so voreilig sein.
Diese Dinge basieren auf Erfahrungen die Mediziner von sich geben.
Das die Pubertät kürzer ist, verwundert dich, ähm wo lebst du, die Geschlechtsreife tritt ist bei weitem früher ein als keine Ahnung zb 1900, frag mal ältere Menschen. Das Klimakterium dafür auch später.

Klar sind solche Entwicklungen, um sie in der Evolution zu sehen, längerfristig zu beobachten, sprich sie werden und kaum auffallen.
Laktose war füher eher nur über Milchprodukte zu beziehen, heute durch die moderne Nahrungsmittelindustrie begegnen wir sehr vielen Laktoseprodukten.
Das sind nur Peanuts, was ist dann mit dem Weisheitszähnen, Blinddarm usw... das heißt die Entwicklung ist bei uns niemals abgeschlossen.
Und die genau die Summe an Kleinigkeiten auf lange Jahre (1000 -1 Million) machen uns zu dem was wir sind anpassungsfähige Lebewesen.
Keine Angst ich arbeite am Gesundheitssektor, deshalb hat man natürlich schneller Zugang zu den Infos.
Wikipedia sind für mich 0815 Quellen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Evolution
BeitragVerfasst: Sa 17.11.12 16:09 
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Dass Jugendliche früher Sex haben heißt nicht, dass die Geschlechtsreife früher einsetzt und es impliziert auch nicht, dass die Pubertät früher enden würde. Das kannst du leicht an Leuten von Anfang bis Mitte 20 beobachten.

Weisheitszähne, Blinddarm,...
Solche Artefakte werden durch Evolution nicht berücksichtigt. Höchstens durch eine Mutation und Anpassung, etwas, das mehrere tausend Jahre dauert. Die Ausnahme dazu wäre, dass äußere Einflüsse eine schnellere Entwicklung notwendig machen um das Überleben zu sichern.

Und wie zuverlässig deine Informationen am Gesundheitssektor sind wissen wir ja schon zu genüge.

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 Betreff des Beitrags: Re: Evolution
BeitragVerfasst: Sa 17.11.12 17:03 
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vom früheren Sex war nicht die Rede. Mädchen können heute problemlos mit 14 Kinder gebären, das ist die Vorverlegung.
Der frühe Start in die "Fruchtbarkeit und ein späteres Klimakterium wären somit, würde ich mal sagen sogar eine weitere "Sicherheit" für unser Überleben, als Art.

Das Beispiel mit dem Weisheitszahn ist eben ein Beispiel wie sich der Mensch an Gegebenheiten anpasste. Der Neanderthaler starb auch früher aus da ihm der Homo sapiens sapiens überlegen war. Das Unterkiefer von uns hat sich also zurückgebildet, und das sind alles lange Entwicklungen. Du siehtst das nicht als Puzzelteil in der Evolution, ich denke es gehört sehr wohl dazu (eben nur ein kleines Mikroteil).
Unser kurzes Leben kann es nicht anders erkennen.

Mein Diskussionsvorschlag war ja in die Richtung gedacht, wie es eventuell weitergehen könnte sprich wie der Mensch mal in 500 000 Jahren aussehen könnte, bzw was ich in biologischer Sicht verändern wird... das wäre spannend!
Die Kultur und unser Glaube prägen ja das Bild das wir das Endprodukt und die Krönung der Schöpfung sind, der Erdgeschichte nach ist das eher unwahrscheinlich.

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